Neue Bodenwaschanlage der REBA Baustoffe AG in Malters

30. Oktober 2026

Die REBA Baustoffe AG erweitert die regionale Verwertungsinfrastruktur für mineralische Bauabfälle. Bei der Realisierung einer nassmechanischen Aufbereitung, mit Prozesswasserreinigung und der internen Fördertechnik wurde auf die verfahrenstechnischen Lösungen von ASE Technik, Metcam und VHV Anlagenbau gesetzt.

Die REBA Baustoffe AG (ein Unternehmen der Lötscher Plus Gruppe) hat am Standort Malters eine stationäre Bodenwaschanlage in Betrieb genommen. Die Anlage dient der Aufbereitung mineralischer Reststoffe und unterstützt das Schliessen regionaler Materialkreisläufe durch die Rückgewinnung von Sand und Kies gemäss den Richtlinien der Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (VVEA).

Nassmechanische Aufbereitung und Klärtechnik

Die Systemtechnik für die nassmechanische Aufbereitung wurde von der ASE Technik AG projektiert und geliefert. Der Aufbereitungsprozess beginnt im Turbowasher®, welcher für den mechanischen Aufschluss und die Vorwäsche des Rohmaterials zuständig ist.

Für die anschliessende Dichtetrennung kommen zwei Setzmaschinen zum Einsatz. Diese trennen Leichtstoffe und organische Bestandteile, sowie Ziegel und Backstein («rotes Material») vom Gestein. Die Setzmaschine für rotes Material ist umfahrbar und wird nur bei Mischabbruch eingesetzt. Ein weiteres Element für die Sandaufbereitung ist die nachgeschaltete Attrition. Durch die Reibung der Partikel aneinander, werden Oberflächenverschmutzungen von den Sandkörnern gelöst, um qualitätskonforme Gesteinskörnungen für die Betonproduktion bereitzustellen.

Die verfahrenstechnisch integrierte Klärtechnik zur kontinuierlichen Reinigung und Rückführung des Prozesswassers wurde von der REBA Baustoffe AG direkt an die Firma Metcam vergeben.

Steilfördertechnik zur senkrechten Materialförderung

Aufgrund der Platzverhältnisse auf dem bestehenden Werkareal stellte die Materialförderung spezifische Anforderungen an die Anlagenplanung. Die Fördertechnik wurde von der VHV Anlagenbau GmbH geliefert.

Zur Überwindung der Höhenunterschiede und zur Raumoptimierung kommt eine Steilfördertechnik zum Einsatz, die mit drei Doppelgurtförderern ausgeführt wurde. Diese Spezialbänder ermöglichen eine senkrechte Förderung der Materialien. Dadurch wird der Transport zwischen den einzelnen Aufbereitungsstufen und den Lagerkomponenten abgewickelt.

 

Materialspektrum und Kapazitäten

Das Anlagendesign ist auf die Verarbeitung unterschiedlicher Materialfraktionen ausgelegt. Die Bodenwaschanlage bereitet belastete und unbelastete Aushubmaterialien, Beton- und Mischabbruch sowie Schotter und Bohrschlämme auf. Die Durchsatzleistung der Gesamtanlage bewegt sich, in Abhängigkeit vom Verschmutzungsgrad des jeweiligen Inputmaterials, in einem Rahmen von 70 bis 110 Tonnen pro Stunde.

 

Technische Projektdaten (Infobox)

    • Betreiber: REBA Baustoffe AG, Malters (LU)

    • Anlagentyp: Stationäre nassmechanische Bodenwaschanlage

    • Inputmaterialien: Belastete und unbelastete Aushubmaterialien, Betonabbruch, Mischabbruch, Bohrschlämme

    • Anlagenleistung: 70 bis 100 t/h (abhängig vom Verschmutzungsgrad) sowie Bohrschlamm 10t/h

    • Nassmechanik (ASE Technik AG): 1 Turbowasher® (Materialaufschluss), 2 Setzmaschinen (Dichtetrennung), Attritionszelle (Sandaufbereitung), Steilfördertechnik mit 3 Doppelgurtförderern zur senkrechten Förderung und 1 Wirbelstromscheider (zur Abtrennung von NE-Metallen), 1 Eindicker (grobe Sandabtrennung aus Kreislaufwasser) 2 Zyklonstufen (Sandabtrennung aus Prozesswasser)

    • Klärtechnik (Metcam): 1 Klärreaktor und 1 Kammerfilterpresse (Prozesswasserreinigung), Kreislaufführung und Flockung/Entschäumung sowie CO2 Behandlung (PH-Senkung)

 

Hier den Original-Bericht in der DSB Ausgabe 4/2026

Hand hält ein Smartphone mit einer Karte auf dem Bildschirm und einem markierten Standort.

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